Via Corso Emanuele , Napoli
Corso Vittorio Emanuele: Die Panoramaachse, die die Geschichte Neapels erzählt
NEAPEL – Der Corso Vittorio Emanuele erstreckt sich fast fünf Kilometer
entlang des Hügels und ist eine der symbolträchtigsten und spektakulärsten Straßen Neapels
– ein wahrer Balkon mit Blick auf den Golf. Seine Entstehung geht auf die Vision Ferdinands II.
von Bourbon zurück, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine moderne und praktische Verbindung zwischen der Unterstadt und dem damals neuen Viertel Vomero schaffen wollte.
Das Projekt wurde einem fünfköpfigen Architektenteam anvertraut, darunter Errico Alvino. Die Arbeiten begannen in Rekordzeit und führten im Mai 1853 zur Eröffnung. Damals erhielt die Straße zu Ehren der Königin den Namen Corso Maria Teresa. Eine weitsichtige städtebauliche Entscheidung war das Bourbonen-Dekret, das zum Schutz des einzigartigen Panoramas den Bau neuer Gebäude an der Strandpromenade verbot und die monumentalen Gebäude – wie den Palazzo Calabritto und den Palazzo del Banco di Napoli – auf der Landseite konzentrierte.
Mit der Einigung Italiens erhielt die Straße ihren heutigen Namen zu Ehren von Viktor Emanuel II. Die Arbeiten dauerten bis 1873, als die Straße die heutige Piazza Mazzini erreichte, die später durch die Statue von Paolo Emilio Embriani geschmückt wurde, die von den Anwohnern oft für eine Darstellung Mazzinis gehalten wurde. Das 20.
Jahrhundert markierte ihre letzte große Umgestaltung: Der letzte Abschnitt wurde zur Fußgängerzone erklärt und machte die Straße zu einem angenehmen Ziel zum Einkaufen und Flanieren, ohne ihren ursprünglichen, herrlichen Panoramablick zu verlieren.